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08.05.2017, 11:51 Uhr
Wer kennt eigentlich Lietzen im Oderbruch?

Gestandene brandenburgische Christdemokraten sollten es kennen. Denn Lietzen ist seit 800 Jahren
Templer- und Malteserland. Die Geschichte und Kultur dieser Gegend ist maßgeblich durch den
Orden geprägt. Seine Spuren sind noch heute deutlich erkennbar, wenn man genau hinsieht.
Am 04. Mai 2017 statteten Mitglieder des Kreisverbandes der Senioren- Union Märkisch- Oderland , unter
ihnen auch die Landesvorstandsmitglieder der brandenburgischen Senioren- Union Bernd Knoch und
Manfred Leitner der Komturei Lietzen einen Besuch ab und legten an der Kriegsgräberstätte Blumen nieder.
Der Soldatenfriedhof Lietzen war noch im Februar1945 während der Schlacht im Oderbruch für ursprünglich
600 Gefallene angelegt worden. Er dient noch heute als Zubettungsstätte für die sterbliche Überreste der im
Oderbruch gefallenen deutschen Soldaten, die noch heute aus der blutgetränkten Erde geborgen werden. Die
Senioren aus dem märkischen Oderland verneigten sich in stillem Gedenken vor den 2 500 Toten, meisten
jungen Männern, die hier ihre letzte Ruhe gefunden haben.
„Danach wurden wir“, wie Manfred Leitner berichtete, „in der Lietzener Komturei auf überaus freundliche
Weise von Gebhard Graf von Hardenberg begrüßt. Der Hardenberger erzählte mitreißend über die
Geschichte des Ordenslandes Lietzen, das seit 1813 maßgeblich von der Familie von Hardenberg geprägt
worden ist. Sein Vorfahr, Carl- Hans Graf von Hardenberg war bekanntlich am Attentat auf Hitler beteiligt,
was die Enteignung der Hardenberger durch die Nationalsozialisten zur Folge hatte. Unbeschadet seiner
Verdienste im Widerstand wurde Carl- Hans Graf von Hardenberg durch die Bodenreform nochmals
enteignet.“
1993 erhielt die Familie von Hardenberg Teile der Komturei Lietzen von der Treuhand zurück und erwarb
weitere Flächen und Gebäude hinzu. Die hardenberger betreiben heute Land-, Fischerei- und Forstwirtschaft
und führen so die lange und erfolgreiche Tradition der wirtschaftlichen Nutzung der Komturei fort. Am
Ende des Besuch haben sich die Senioren ganz herzlich bei Gebhard Graf von Hardenberg für den
freundschaftlichen Empfang bedankt. Sie wünschten ihm und seiner Familie viel Glück und Erfolg zum
Nutzen des Landes Brandenburg. (ml)