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    Die Brandenburgerinnen und Brandenburger haben viel erreicht. Die Wirtschaft läuft, die Arbeitslosigkeit ist auf einem Tiefstand und der Wohlstand in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Auch der von der Landesregierung prophezeite demographische Rückgang der Bevölkerung ist glücklicherweise nicht eingetreten. Im Gegenteil: Brandenburg ist attraktiv und wächst in allen Regionen des Landes. 

    Dieser überaus erfreuliche Befund kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in Verantwortung der Landesregierung zahlreiche Defizite und Schwachpunkte gibt.FehlendesPersonal in Kitas, Schulen oder bei der Polizei, zu wenig Ärzte, schlechte Straßen, überfüllte Züge und Funklöcher sind leidige Probleme im Alltag vieler Brandenburger. Die Aufgabe verantwortungsvoller Politik ist es nicht nur aktuelle Probleme zu benennen und anzugehen, sondern auch Impulse für Wachstum zu setzen. 

    Vor knapp 30 Jahren haben sich die Menschen im Osten die Tür in eine neue Zukunft aufgestoßen. Zunächst ging es um Freiheit, Demokratie und die Deutsche Einheit. Darauf folgten Jahre des Wandels, der Anpassung und vieler Entbehrungen. Obwohl viel geleistet wurde und die Brandenburgerinnen und Brandenburger stolz auf ihre Leistung sein können, wandert der Blick in vielen Bereichen noch immer auf andere Bundesländer. Dabei könnte unser Land noch so viel mehr. Unsere Vision ist es, das sich in 10 Jahren andere Länder Brandenburg als Vorbild nehmen.

    Mit diesem Ziel blickt das vorliegende Papier in das kommende Jahrzehnt und auf die großen  Entwicklungslinien, die sich bereits heute abzeichnen.
    Die Bevölkerungsentwicklung mit einer im Durchschnitt immer älter werdenden

    Gesellschaft, die fortschreitende Digitalisierung und Entwicklung hin zur Wissensgesellschaft, die Gewährleistung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land oder das Beteiligungsbedürfnis der Bürger bei politischen Entscheidungen sind zentrale Themen, die – bereits heute – nach politischer Gestaltung und Konzepten verlangen.

    Brandenburg darf diese Entwicklungen nicht verschlafen oder aus Angst vor Veränderung ignorieren. Bei Passivität werden wir nur die negativen Auswirkungen der Veränderungsprozesse spüren, jedoch nicht davon profitieren. Im Erfolgsfall nutzen wir die Chancen für eine erfolgreiche Zukunft unseres Landes. 


    Bevölkerungsentwicklung

    Chance für Brandenburg:


    Auch 2030 sieht man im ganzen Land Kinderwagen, hört Rabatz auf den Spielplätzen und hat volle Kitas und Klassenzimmer. Familien, Großeltern und auch hilfsbedürftige Menschen können dank guter Versorgung und neuer technischer Möglichkeiten zufrieden und sicher in ihrer Heimat leben – überall in Brandenburg.
    Entgegen früherer Negativprognosen ist die Bevölkerungszahl gestiegen, auch in den ländlichen Regionen. Mit rund 2,5 Millionen Einwohnern liegt Brandenburg heute etwa 100.000 Personen über den Vorhersagen des Statistischen Landesamtes aus dem Jahr 2003. In der Geburtenstatistik des Jahres 2017 steht unser Land mit durchschnittlich 1,64 Kindern pro Frau an der Spitze und gerade in den ländlichen Regionen wie der Prignitz oder der Lausitz sind die Werte am höchsten. Zugleich steigt mit der Lebenserwartung auch der Bedarf an altersgerechten Lebensformen, Unterstützungsleistung und Betreuung, denn im Jahr 2030 wird mehr als ein Drittel der Bevölkerung 65 Jahre und älter sein. Beide Entwicklungen beschreiben eine Situation, die uns vor viele Herausforderungen stellt, aber noch mehr Chancen eröffnet.
    Ein weiterer Trend ist und bleibt die Entwicklung unseres Landes in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Auch wenn auf dem Land die Bevölkerung nicht schrumpft, so wird das Wachstum im Ballungsgebiet um Berlin weiter zunehmen. Etwa die Hälfte der Brandenburger lebt dann auf gerade einem Fünftel der Fläche des Landes.
    Daraus folgt: Brandenburg muss das Thema Demografie grundlegend neu denken. Basis dafür sind nicht mehr allein Prognosen der Einwohnerzahlen. Es braucht eine aktivierende, wachstumsfördernde Politik, die Trends nicht nur begleitet, sondern nutzt und gestaltet. Wie breit der sogenannte Speckgürtel am Ende tatsächlich wird – oder ob sogar ganz Brandenburg zur Wachstumsregion ist – liegt auch in der Verantwortung kluger Landespolitik und aktivierender Planung. Doch der vorgesehene Landesentwicklungsplan der Landesregierung geht genau in die falsche Richtung. Dieser ist viel zu sehr an den Interessen Berlins und der Hauptstadtregion ausgerichtet und bremst andere Regionen Brandenburgs. Gerade den Orten, die in der Vergangenheit besonders von Abwanderung betroffen waren, werden nun dieMöglichkeiten genommen, Zuzug zu fördern und so das aus den Fugen geratene Generationengefüge wieder ins Gleichgewicht zu bringen.                               

    Ein Landesentwicklungsbericht, der nicht allein Prognosen hinsichtlich der künftigen Bevölkerungszahl berücksichtigt, sondern auch o regionale Zukunftspotentiale und Risiken o steigende Attraktivität der ländlichen Regionen als Lebensort o Wanderungsbewegungen und Zuzug von Rückkehrern o veränderte Altersstrukturen sowie Arbeits- und Lebenssituationen 

            Wachstum und Bauen fördern und nicht bremsen, sondern o Bauen und Wohnraumentwicklung nach Bedarf ermöglichen o eine auf Wachstum und Zuzug ausgerichtete Planung anlegen o den ländlichen Raum durch Kostensenkungen attraktiver machen, beispielsweise beim Grunderwerb für Familieno   in der Wohnraumförderung auf mehr direkte Förderung und weniger Darlehen setzen

       Kommen, um zu bleiben o junge Menschen und Familien mit Wohnraumangeboten gezielt „anlocken“ o Tourismus als Werbekampagne nutzen: Angebote für Arbeit, Wohnen undLeben an touristischen Zielen platzieren o Slogan für unser Land nicht nur als Werbespruch verkaufen, sondern als märkisches Lebensgefühl und Identifikation verstehen
            Pflege und medizinische Betreuung absichern o Kurze Anfahrtszeiten für Helfer und Retter sicherstellen o Schwangerschaftsbetreuung und Geburtshilfe langfristig sichern o Investitionsprogramm anlegen, um hohen Fachkräftebedarf in der Pflege abzudecken   telemedizinische Anwendungen
     Krankenhausstandorte als Kern medizinischer Versorgungsnetzwerke erhalten       

     Technik und Vernetzung in Stadt und Land

    Chance für Brandenburg: 

    Ehemals strukturschwache Räume haben durch kluge Strategien neue Anziehungskraft gewonnen und sind durch lückenlose Mobilfunk- und

    Breitbandabdeckung auf Augenhöhe mit den Großstädten. Die digitale Entwicklung hat dazu beigetragen, Mobilität, Gesundheits- und Nahversorgung im ländlichen Raum besser und wirtschaftlicher zu gestalten. Brandenburg bietet seinen Bürgerinnen und Bürgern höchste Lebensqualität, erstklassige Versorgung und Entfaltungsräume, in denen sie Leben und Arbeit nach ihren Vorstellungen gestalten können.

    In der Debatte um die Auswirkungen der Digitalisierung ist viel von der „Smart City", der digitalen Stadt, die Rede. Chancen der Digitalisierung müssen aber gerade auch auf den ländlichen Bereich übertragen und Strategien für die Entwicklung ländlicher Regionen entwickelt werden. Neue Technologien führen vor allem dazu, dass Arbeitnehmer flexibler und unabhängig vom Aufenthaltsort arbeiten können – eine große Chance für die demographische und wirtschaftliche Entwicklung ländlicher Regionen. Auch für die Ansiedlung neuer Unternehmen und Startups ergeben sich so neue Chancen zum Wachsen.

    Eine wichtige Rolle als Vorreiter und Begleiter von Innovationen und positiver

    Veränderung vor Ort spielt dabei die Verwaltung – insbesondere in den Kommunen. Verwaltungsdienstleistungen müssen online verfügbar sein, um den Bürgerinnen und Bürgern lange Wege und Wartezeiten auf dem Amt zu ersparen. Neue digitale Möglichkeiten zur elektronischen Teilhabe und zur digitalen Mitbestimmung müssen stärker genutzt werden.

    Die Vernetzung bietet darüber hinaus in vielen Bereichen Potentiale, die Lebensqualität der Brandenburgerinnen und Brandenburger deutlich zu verbessern – sei es durch vernetzte Mobilität und Logistik, qualitativ hochwertigere medizinische Versorgung und Pflege, der Wiederbelebung von Nahversorgungsangeboten, dem verbesserten Zugang zu Bildungs- und Kulturangeboten in der eigenen Region oder neuen Impulsen für Dorfleben und Dorfentwicklung durch soziale Innovationen.

    Wesentliche und unabdingbare Voraussetzung dafür ist die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet – zu Hause und unterwegs. Leider ist der Ausbau der digitalen Infrastruktur in Brandenburg in den letzten Jahren nur schleppend vorangekommen und auch die aktuellen Planungen laufen eher unter der Rubrik Schmalspur statt Breitband. Es bedarf zudem gemeinsamer Kraftanstrengungen von Bund, Ländern und Mobilfunkbetreibern, gerade wenn im ländlichen Raum aus wirtschaftlichen Gründen eine vollständige Versorgung mit Mobilfunkempfang schwierig sicherzustellen ist. Gelingt dies nicht vollumfänglich, muss dort der Staat einspringen. 

    Insgesamt brauchen wir einen deutlich besseren Austausch zu den Chancen der Digitalisierung auf der einen und den Herausforderungen, beispielsweise beim Datenschutz, auf der anderen Seite. Die aktuell recht große Verunsicherung auf

    diesem Gebiet kann und soll in Zuversicht gewendet werden.                             


     
          

     Die Welt – ein Dorf

    Chance für Brandenburg:

    2030 steht Brandenburg für die moderne Interpretation von Heimat: Wir sind ein Land das Traditionsbewusstsein und Weltoffenheit miteinander verbindet.

    Global denken, lokal handeln – dafür ist sind wir im Jahr 2030 ein Paradebeispiel.

    Wenn die Welt immer unübersichtlicher wird, gewinnt die unmittelbare physische Umwelt an Bedeutung. Die Abteilung mit Produkten aus der Region im Supermarkt steht schon heute symbolisch für diese Rückbesinnung. Die Verwurzelung im Lokalen hat auch auf wirtschaftlicher Ebene Auswirkungen. Wirtschaftskreisläufe werden regionaler und Transportstrecken verkürzt. Gleichzeitig eröffnen Digitalisierung und Globalisierung der Region ein Tor zur Welt. Auch Land und Stadt können in diesem Kontext enger zusammenwachsen und können stärker voneinander profitieren, die strikte Trennung verwischt gerade im Ballungszentrum in der Mitte unseres Landes. 

    Auch in der sogenannten zweiten Reihe erleben viele Orte, dass sich durch Zuzug und Digitalisierung Perspektiven für Kreativität und Vielfalt eröffnen. Zudem führt das tägliche Leben in unserer schnelllebigen, globalisierten urbanen Welt zunehmend zu einer Sehnsucht nach Heimat, Natur, Beständigkeit und guter Nachbarschaft. Brandenburg kann und muss die analoge Landlust und die digitale Lebensqualität zusammendenken und zusammenbringen. Dann wird aus Entfernung Entschleunigung und Landleben wird nicht mehr mit Langeweile, sondern mit Lebensqualität verbunden.

    Ab 2020 werden die richtigen Weichen für die 20er Jahre gestellt: Wir entwickeln Verkehrslösungen, die uns mobiler machen und trotzdem die Umwelt schonen. Die sichere, bezahlbare Energieversorgung und der aktive Einsatz gegen den Klimawandel sind kein Widerspruch. Wir wirtschaften regionaler und nachhaltiger und bestehen gleichzeitig im globalen Wettbewerb. In diesen Bereichen hat unser Land hervorragende Chancen und vollzieht den Schritt vom Mittelfeld zum Musterland. In Brandenburg werden Innovationen entwickelt und umgesetzt, die helfen, die gesellschaftlichen Herausforderungen aktiv anzugehen. Aus Trends entstehen

    Stärken und Markenzeichen Brandenburgs.                                         

     

    Lokale Verbundenheit stärken o Regionale Kultur- und Heimatpflege unterstützen (Heimateuro) o Projekte fördern, die Traditionen und Zukunftsperspektiven verbinden, insbesondere Bürgerstiftungen und Kinder- und Jugendarbeit

    o Traditionelles Handwerk und nachhaltige Land- und Lebensmittelwirtschaft in der Region stärken  

            Freiheit zur Entfaltung schaffen o innovative Entwicklungen fördern und Freiräume schaffen, insbesondere durch den Abbau von Bürokratie

    o   lokaler Innovations- und Kreativitätsraum: unkonventionelle Ideen unterstützen wie z.B. neues Leben in alten Gebäuden (Kreativwirtschaft)

    o   Innovatives Leerstandsmanagement und Stärkung von Initiativen für Nutzungs- und Umnutzungskonzepte großer innerörtlicher Areale

            Regionale Wertschöpfung und Nachhaltigkeit o Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe, regionaler Wertschöpfung und

    Teilhabe o Verbindung von Ökologie und Ökonomie: Qualität, Herkunft und Art der Produktion in den Vordergrund rücken

            Regionalität als Experimentierfeld nutzen o Öffnungs- und Erprobungsklauseln sowie Förderprogramme für Innovation – Beispiel „Zukunftslabor Lausitz“: 2030 werden die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung bei immer noch laufendem Kohleausstieg für 2050 erfüllt

    o   Erfolge von Modellregionen und -programmen finden im Erfolgsfall im ganzen Land Anwendung 

     Wissen und Wandel

    Chance für Brandenburg:

    2030 ist Brandenburg ein Land, das mit der Zeit geht, sich an neue Entwicklungen und Herausforderungen anpasst, ohne dabei die Grundlagen und Grundfertigkeiten zu vernachlässigen. Das gilt vor allem in der Schule, aber auch für die Ausbildung und Gewinnung von qualifizierten Fachkräften. 

    Die Gesellschaft der Zukunft ist in stärkerem Maße eine Wissensgesellschaft und die Ressourcen unseres Landes beruhen vor allem auf Innovationen, Kreativität und Bildung. Diese Basis muss gestärkt werden, damit Brandenburg im Zeitalter der vierten industriellen Revolution und der digitalen Transformation nicht nur zukunftsfähig bleibt, sondern seine Bürgerinnen und Bürger ihre eigene Zukunft aktiv mitgestalten können. 

    Aufgabe schulischer Bildung ist es, alle Potenziale zu heben, jede Begabung zu entdecken und keinen Schüler zurückzulassen. Wir wissen zwar, dass wir in einer dynamischen Wissensgesellschaft leben. Welche Fähigkeiten wir und vor allem unserer Kinder in 10 oder 20 Jahren benötigen, das wissen wir jedoch nicht. Darum ist Aufgeschlossenheit der beste Wegweiser in die Zukunft. Die Schule soll junge Menschen befähigen, mit Neuem und Unbekanntem zurechtzukommen. Gerade mit Blick auf die Zukunft müssen wir uns auf einen klassischen Bildungsbegriff besinnen, zu kritischem Denken ermutigen, Werte vermitteln und technisches Verständnis schaffen. 

    Mehr denn je kommt es dabei auf zeitlose Fähigkeiten an: Lesen, Schreiben, Rechnen, Fremdsprachen. Dieser Weg bedeutet keineswegs Stillstand, denn die Digitalisierung macht neue Lernformen und neue Lernumgebungen möglich. Dafür muss deutlich mehr in die Infrastruktur investiert werden. 2030 verfügt jede Schule in Brandenburg über schnelle Breitbandanschlüsse und erstklassige Unterrichtsräume. Mindestens genauso wichtig sind die Investitionen in die Lehrer der Zukunft, die mit Weitblick und den notwenigen Kapazitäten der Lehrerausbildung getätigt werden. 

    In einer Wissensgesellschaft geht es nicht mehr um das Auswendiglernen, sondern um Kompetenzerwerb. Anpassung und Weiterentwicklung werden von vielen Menschen als Risiko und Bedrohung empfunden, Chancen und Möglichkeiten treten zu oft in den Hintergrund. Hier gilt es mit einem positiven Ansatz dafür zu sorgen, dass ein aktives Selbstmanagement der eigenen Fähigkeiten unterstützt und gestärkt wird – in schulischer und außerschulischer Bildung ebenso wie in der beruflichen Aus- und

    Weiterbildung und bei den Angeboten des lebenslangen Lernens für alle

    Altersgruppen.                                         


     

            Flexible und anpassungsfähige Strukturen o Modulare Schulbauten, die sich vergrößern oder verkleinern lassen o Klassenräume müssen intelligenter werden, Räume müssen sich also unterschiedlichen Gruppengrößen und Zwecken anpassen

    o Vormittag Klassenzimmer, Nachmittag Freizeitraum im Hort 

            Bildung klassisch und modern o Bildungsoffensive Brandenburg 2030: vom Hinterbänkler auf einen

    Spitzenplatz o nicht mit pädagogischen Reformen verzetteln, sondern Schule wieder auf die wesentlichen Kernkompetenzen konzentrieren

            In Brandenburg studieren und leben o Attraktive Bedingungen für das Studium in Brandenburg schaffen und damit werben, zudem neue Studiengänge anbieten

    o   Insbesondere Lehrer und Ärzte selbst ausbilden und im Land halten

    (Stipendiensysteme, Jobvermittlung usw.) o anwendungsbezogene Forschung und anwendungsbezogenes Wissen stärker in den Mittelpunkt rücken

    o   Auf- und Ausbau von Angeboten zum dualen Studium an Fachhochschulen,

    v.a. in Mangelberufen, die aktuell Berufsbildungsstatus haben 

            Anreize für Lebenslanges Lernen o neue Anforderungen an die (digitale) Arbeitswelt erfordern Qualifizierung: Weiterbildungsangebote auf Grundlage langfristiger Bedarfsanalysen ausbauen

    o Integration und Zuwanderung als festen Bestandteil zur Bekämpfung des Fachkräftemangels einordnen und nicht als Krisenmanagement

            Innovation als Triebkraft o Erkenntnisse der Zukunftsforschung nutzen: systematische Analyse der

    Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft o Ansiedlung zukunftweisender Forschungseinrichtungen und Aufbau von

    Wertschöpfungsketten o Innovationsökosysteme um Hochschulen (Ausgründungen) o Beratungsangebote für KMUs zu Wissens- und Technologietransfer

    o Ansiedlung von Satelliten-Campi und anderen Ausbildungs- und

                           Hochschulstandorten im ländlichen Raum                                         

    Beteiligung und lebendige Demokratie

    Chance für Brandenburg:

    2030 gibt es in Brandenburg einen offenen Diskussionsstil, der die besten Lösungen in den Mittelpunkt stellt. Dabei werden die Bürger vor allem bei Entscheidungen vor Ort intensiv in die Debatte einbezogen und an der Entscheidung beteiligt.

    Politische Teilhabe ist unerlässlich für eine funktionierende und lebendige Demokratie. Gegen Politikverdrossenheit und Misstrauen braucht es einen neuen Dialog und mehr Beteiligung. Partizipative Entscheidungsverfahren können die Akzeptanz und die Zustimmung der Bevölkerung zu Entscheidungen erhöhen und zur Identifikation der Bürger mit den demokratischen Institutionen führen. Deshalb gilt es die Entscheidungsmöglichkeiten vor Ort zu stärken (Subsidiarität).

    Neue Formen der Kommunikation und Information (Mediennutzung, Social Media) haben die Prozesse der Meinungsbildung bereits verändert. Die Informationskultur der Gesellschaft hat sich grundlegend gewandelt und tut es fortlaufend. Weit mehr als die Hälfte der unter 50-jährigen werden nicht mehr durch öffentlich-rechtliches Fernsehen erreicht und die unter 30-jährigen lesen immer seltener Zeitung. Digitale Medien bieten Interaktivität, Echtzeit und Ortsunabhängigkeit. Diese Entwicklung gilt es nicht zu beklagen, sondern aktiv zu nutzen. 

    Auch die öffentliche Bereitstellung von nicht-personenbezogenen Daten, die der Verwaltung vorliegen, bergen große Potenziale, die Transparenz innerhalb der Verwaltung und zwischen Verwaltung und Bürger nachhaltig zu erhöhen. Auch werden so neue Räume und Möglichkeiten geschaffen, diese Daten einer produktiven Nutzung zuzuführen.

    Neue Werkzeuge für die verbesserte Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger – sei es durch systematische Bevölkerungsbefragungen, elektronische Beteiligung oder andere Formen der demokratischen Mitbestimmung – sollten stärker für die Umsetzung politischer Entscheidungsfindungsprozesse vor Ort genutzt werden. Ob demokratische Prozesse durch Online-Interaktion erleichtert oder verzerrt werden, hängt nicht nur von der Technologie ab, sondern auch davon, mit welcher Qualität politische Institutionen kommunizieren. 

    Trotz digitaler Entwicklung gilt allerdings nach wie vor: Politik lebt von der Präsenz vor

    Ort und dem regionalen Bezug.                                         

     

            Zeitgemäße Kommunikation

    o   digitale und analoge Angebote für politische Beteiligung o wichtigste Themen und Botschaften sollen in modernen Plattformen präsentiert und diskutiert werden

    o   E-Government auch für politische Beteiligung nutzen 

            Regionalität und Themenbezogenheit o Kein Regierungszentralismus, sondern stärker auf regionale Bedürfnisse ausrichten

    o   Stärkung der kommunalen Zusammenarbeit o Über Projekte vor Ort entscheiden, beispielsweise durch Bürgerhaushalte oder Regionalbudgets

            Demokratie aktiv gestalten: Mitmachen und Mitentscheiden o Nicht mehr im Namen der Bürger entscheiden, sondern gemeinsam mit ihnen – frühzeitige Einbindung

    o   Bereitstellung von nicht-personenbezogenen Daten der Verwaltung in Open

    Data Portalen o Neue Formate für politische Beratung und Meinungsbildung o Modernisierung der Möglichkeiten direkter Demokratie bei Volksentscheiden und Bürgerbegehren

            Verwaltung als Dienstleister o Partner statt Hürde bei direkter Demokratie o Überregulierungen abbauen o Verfahren vereinfachen und zusammenführen



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    Gedanken zum Internationalen Tag der älteren Menschen

    Das Schlagwort vom demographischen Wandel begleitet uns nahezu täglich – und dies in fast allen Lebensbereichen und -lagen.
    Ganz plastisch könnte man sagen: Die Zukunft sieht alt aus.

    Heute sind 26 Prozent der 82 Millionen Deutschen über 60 Jahre alt.
    Das sind 21 Millionen Menschen und die Zahl wird steigen.
    Diese Altersgruppe repräsentiert die Summe von Erfahrungen unzähliger Lebensjahre. Wissen, politische- und allgemeine Lebenserfahrung, Lebensweisheit und Weitblick dieser Älteren sind unverzichtbar.

    Wir als Senioren und Seniorinnen in der CDU haben uns aus dieser Erkenntnis das Motto gegeben „Zukunft braucht Erfahrung“.
    Mit Mut und Erfahrung Zukunft gestalten, das ist der Anspruch, mit dem wir in der Politik mitwirken und aktiv tätig sind.

    Senioren und Seniorinnen mit Lebenserfahrung, Tatkraft und Dialogbereitschaft sind Gewinn für das Gemeinwesen, sie engagieren sich generationenübergreifend für eine menschliche, solidarische und gleichberechtigte Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger an der Gesellschaft.

    An der Art, wie eine Nation mit den ältesten Mitgliedern des Gemeinwesens umgeht, zeigt sich, wie human, sozial und demokratisch ein Staat wirklich ist.
    Die UN Generalversammlung hat im Jahre 1990 den 1. Oktober zum Welttag der älteren Menschen erklärt und will damit auf die Möglichkeiten und Herausforderungen einer immer älter werdenden Gesellschaft aufmerksam machen und gleichzeitig die Diskriminierung älterer Menschen verhindern.

    Wir als Senioren-Union in der Christlich-Demokratischen Union wollen dabei mithelfen.


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    Der Bundesvorstand der Senioren- Union der CDU hat einstimmig beschlossen, Werner Pahnhenrich für seine außerordentlichen Verdienste um die Stärkung und Festigung des Landesverbandes der Senioren- Union Brandenburg die Konrad Adenauer Medaille zu verleihen.

     

    Die Auszeichnung wurde unter starken und anhaltenden Beifallsbekundungen der Landesdelegiertenversammlung der brandenburgischen Senioren- Union am 03. Juli 2018 in Potsdam vollzogen.

     

    Wir gratulieren unserem Werner von ganzem Herzen .

    Er hat es verdient, dass die Christlich Demokratische Union seine hervorragenden Verdienste mit ihrer höchsten Auszeichnung anerkannt und geehrt hat.

    Werner Pahnhenrich gehört unbestritten zu jenen Mitgliedern der Union, die durch ihre Tatkraft und durch ihre Ideen christlich- demokratische Politik nachdrücklich vertreten und mit nimmermüder Initiative in die Tat umsetzen.

    Vor allem in den letzten Jahren hat er sich um die Seniorenpolitik in Brandenburg und um die Stärkung des Landesverbandes der Senioren-Union außerordentliche und bleibende Verdienste erworben, die unvergessen bleiben werden.

     

    Wir wünschen Werner Pahnhenrich viel Glück und Erfolg im weiteren Leben und persönlich

    Wohlergehen im Kreise seiner Familie. Wir bauen fest darauf, dass wir mit ihm und seiner

    mitreißenden Willensstärke noch viele politische Erfolge in der Seniorenpolitik in

    Brandenburg feiern können - immer auch im Geiste von Konrad Adenauer, der unser unvergessener, erster CDU- Vorsitzender und deutscher Bundeskanzler war.

     



Ingo Hansen
Landesvorsitzender
Liebe Freunde der Senioren Union Brandenburg

herzlich Willkommen auf unserer Homepage!

Die Senioren-Union der CDU Brandenburg wirkt im Sinne der Ziele der CDU an der politischen Meinungs- und Willensbildung in der Partei, in der Öffentlichkeit und in der älteren Generation mit. Dabei vertritt sie insbesondere die politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Anliegen der älteren Generation.

Die Senioren-Union Brandenburg will beteiligt sein, nicht mehr und nicht weniger als alle anderen auch, an der Formulierung und Umsetzung einer Politik für alle, ob jung oder alt.
Wie in jeder Altersgruppe auch liegt ihre Zukunft in einem angemessenen Standort inmitten der Solidargemeinschaft mit gleichen Rechten und Pflichten.
In dieser Solidargemeinschaft fordert sie — mit Augenmaß und nicht unangemessen — Mitverantwortung und Beteiligung an allen politischen Entscheidungen der Partei, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, Generationenkonflikte zu vermeiden.
Vielen Dank für Ihren Besuch bis bald!

Ihr
Ingo HANSEN



 

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Auf die Alten hören, ist erfahrungsgemäß immer von Nutzen. Wenn man aber ihre Ratschläge
wider besseres Wissen missachtet oder einfach nur bei Seite legt, muss man halt mit den
Konsequenzen leben. Man denke nur an den Mangel an Machtmitteln in unserer
Demokratie.
Es ist sechs Jahre her, da warnte die Senioren Union schon vor den fatalen Folgen des damals
herrschenden Abrüstungstaumels und protestierte dagegen, die Allgemeine Wehrpflicht
auszusetzen. „Wenn angesichts der terroristischen Bedrohungen die Grenzen zwischen innerer und
äußerer Sicherheit immer mehr verschwimmen, sollte die Bundeswehr genau dann, wenn die Kräfte
von Bundes- und Landespolizei nicht ausreichen, zur Stelle sein. Wehrpflichtige sind auch
unverzichtbar, um die Aufgaben des Heimatschutzes zuverlässig erfüllen zu können“. Dieser
Standpunkt des Bundesvorsitzenden der Senioren Union, Prof. Dr. Wulff, ist heute aktueller denn je.
Nachdem diese ernst zu nehmenden Warnungen seinerzeit in Bausch und Bogen in den Wind
geschlagen worden sind, stehen wir heute mitten in der Flüchtlingskrise vor dem Fiasko, weder
unsere Grenzen ordentlich sichern, noch der Anschläge und Gefahren des Islamistischen Terrors vor
unserer Haustür Herr werden zu können.
Es ist höchste Zeit, dass sich die Bundesregierung
ernsthaft mit der bedrohlichen Sicherheitslage in Deutschland und in Europa befasst und
Konsequenzen einleitet, um die bisher ungebremst verlaufende Völkerwanderung in den Griff
zu bekommen. Dazu gehört die Reaktivierung der Allgemeinen Wehrpflicht, die massive
Erhöhung des Verteidigungsbudgets und die deutliche Verstärkung der personellen
Ressourcen von Bundeswehr und Polizei.
Es entspricht der weit verbreiteten Meinung im Bundesland Brandenburg, wenn die Senioren Union
zum wiederholten Male erklärt, dass der Schutz von Freiheit, Menschenwürde und Recht die
Angelegenheit und Pflicht aller Bürger ist und bleibt. Neben seinen unveräußerlichen Rechten hat
der Bürger der Bundesrepublik Deutschland eben auch Pflichten, die der Bewahrung unserer
freiheitlich demokratischen Grundordnung dienen und von denen ihn niemand entbinden kann und
darf.
Wir beklagen mit der Mehrheit der Bürger unseres Landes die zunehmende Unsicherheit
in Deutschland. Hört endlich auf uns Alte und besinnt Euch auf Eure Mittel, mit denen wir
wieder Herr im eigenen Hause werden können!
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NACHRUF

für Siegfried Erkner

In tiefer Trauer haben die Senioren- Union in Märkisch- Oderland und ihre Mitglieder zur Kenntnis nehmen müssen, dass unser Freund und Mitstreiter Siegfried Erkner nach langer Krankheit von uns gegangen ist.

Wir verlieren mit Siegfried Erkner einen der engagiertesten, zuverlässigsten und oft auch streitbaren Verfechter und Förderer christlich sozialer Ideale in der Region Märkisch- Oderland und im Land Brandenburg. Siegfried war einer von den Bürgern unseres Landes, denen das Wohl und Wehe der Menschen vor allem in den Zeiten des Aufbruchs und der Wiedervereinigung Deutschlands stets am Herzen gelegen hat. Zu Siegfried konnte man kommen, wenn Not am Mann war. Mit seiner christlichen Gesinnung konnte man Berge versetzen.

Die Senioren- Union der CDU Brandenburg wird das Vermächtnis von Siegfried Erkner stets in Ehren halten. Wir werden die Erinnerungen an ihn immer in unseren Herzen bewahren.

Bernd Knoch und Manfred Leitner

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Die Senioren-Union fordert eine schnelle Einführung von präventiven Hausbesuchen bei Älteren. „Ziel muss es sein, Pflegebedürftigkeit zu verhindern oder so lange wie möglich zu verzögern“, sagte der Bundesvorsitzende der Senioren-Union, Prof. Dr. Otto Wulff, am Montag in Berlin. Deshalb müssten gerade Senioren, die vereinsamt und ohne Kontakt zum Hausarzt lebten, mindestens einmal jährlich durch qualifizierte Pflegekräfte in Gesundheitsfragen beraten und auf lokale Angebote hingewiesen werden.

 

Die neue Bundesregierung hatte sich in ihrem Koalitionsvertrag auf präventive Hausbesuche verständigt, aber bisher weder Details noch einen Termin für deren Einführung genannt. Wulff sprach sich dafür aus, Senioren ab 80 Jahren daheim aufzusuchen, um mögliche Mängel in der medizinischen Versorgung aufzudecken. In diesem Fall könne ein Hausarzt hinzugezogen werden, sagte Wulff. „Wer ein möglichst langes selbstbestimmtes Leben erreichen will, muss Menschen dort aufsuchen, wo sie leben“, sagte Wulff. „Viele sozial benachteiligte Menschen werden von unserem Gesundheitssystem kaum erreicht.“ Durch präventive Hausbesuche könne frühzeitige Pflegebedürftigkeit in vielen Fällen vermieden werden.

 

 

 

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