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17.10.2014
Bessere Leistungen in der Pflege
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Die Verbesserungen werden 2,6 Millionen Pflegebedürftigen, Angehörigen und dem Pflegepersonal zugutekommen“, erklärte Gesundheitsminister Hermann Gröhe am Freitagmorgen in seiner Rede im Deutschen Bundestag. Thema ist das Pflegestärkungsgesetz, das ab 1. Januar 2015 Pflegebedürftige, Pflegepersonal und Angehörige stärkt. „Das enorme Engagement in der Pflege durch die Familien verdient unsere Anerkennung und Unterstützung. Diese Menschen haben auch Anspruch darauf, dass wir ihnen helfen“, ergänzte Gröhe.

 

„Deshalb wollen wir Inseln der Erholung für pflegende Angehörige schaffen“, führte Jens Spahn, gesundheitspolitischer Sprecher der Unionsfraktion, in seiner Rede zum gleichen Thema aus. Denn Zeit sei das, was Pflegekräfte wie Angehörige gleichermaßen forderten. Spahn hob hervor, dass hier beispielsweise der geplante Bürokratieabbau ein wichtiger Schritt sei: „Pflegerinnen und Pfleger machen viel zu viele Häkchen.“ Statt jeden Tag alles zu dokumentieren, sollen Pflegekräfte künftig nur noch notieren, wenn etwas außergewöhnlich sei. „Das bringt mehr Zeit für die Pflege“, freut sich Spahn.

Die Verbesserungen im Überblick

 

Immer mehr Menschen in Deutschland sind im Alter auf Unterstützung angewiesen. Viele Menschen pflegen ihre Angehörigen zu Hause, immer mehr Hilfebedürftige benötigen einen Pflegeplatz. Darauf reagiert die CDU-geführte Bundesregierung mit dem Pflegestärkungsgesetz.

 

    Die Zahlungen der Pflegeversicherung für Pflegeleistungen werden um vier Prozent angehoben. Zudem können bis zu 20 000 zusätzliche Betreuungskräfte in Pflegeheimen eingestellt werden. Pflege- und Betreuungskräfte sollen so entlastet werden, um mehr Zeit für Pflegebedürftige zu bekommen.

    Die Leistungen für Pflege zu Hause werden ausgebaut. Tages- und Nachtpflege können künftig in vollem Umfang mit Sach- und Geldleistungen kombiniert werden. Kurzzeit- und Verhinderungspflege sollen flexibler werden, sie können damit in größerem Umfang in Anspruch genommen werden. Wer kurzfristig die Pflege eines Angehörigen organisieren muss, kann eine bis zu zehntägige bezahlte Auszeit vom Beruf in Anspruch nehmen. Wer die eigenen vier Wände altersgerecht umbaut, kann Zuschüsse von bis zu 4.000 Euro erhalten.

    Die Betreuungs- und Entlastungsleistungen in der ambulanten Pflege sollen künftig allen Pflegebedürftigen zugutekommen. Sie sind dann nicht nur auf Demenzkranke beschränkt. Auch Demenzkranke ohne Pflegestufe können künftig Sachleistungen der teilstationären Tages- und Nachtpflege beanspruchen.

    Der Beitrag zur Pflegeversicherung steigt um 0,3 Prozentpunkte. Künftige Anhebungen des Beitrags wollen wir aber begrenzen. Deshalb fließt ein Drittel der Erhöhung in einen Vorsorgefonds. Aus ihm sollen die Beiträge in 20 Jahren bezuschusst werden. Das ist eine generationengerechte Lösung.